
Das ist ein Klassiker, den viele schon gehört haben. Er beruht meistens auf vergessenen Naschereien, auf Unwissenheit über die Nährwerte verschiedener Snacks oder einer sehr isolierten und überbewerteten Betrachtung eines einzelnen Zeitfensters, in dem wirklich wenig gegessen wurde.
Die bloße Wahrnehmung "Ich habe heut kaum etwas gegessen." ist keine Basis, um Gewicht zu verlieren.
Um langfristig abzunehmen, sollten Sie zunächst die Fakten prüfen, wer Sie sind (ernährungsphysiologisch) und welche Ernährungsgewohnheiten Sie haben.
- Sie glauben, Sie wüssten das bereits?
Niemand kann sich untrainiert im Alltag ohne Hilfsmittel genau in seinem Ernährungsverhalten beoachten. Ganz im Gegenteil: der Mensch neigt von Natur aus zur Selbsttäuschung - jeder von uns!
Dagegen ist kein Kraut gewachsen. Es liegt eben ganz schlicht in unserer Natur .Durch Schönfärberei und Selbstbetrug machen wir uns den Alltag und Enttäuschungen erträglicher. Dies dient dem Selbstschutz, erschwert jedoch leider auch die Einsicht! In der Psychologie wird dieses Phänomen "kognitive Dissonanz" genannt.
Die daraus folgende subjektive und selektive Wahrnehmung lässt sich in Ernährungsfragen nur durch eine Kontrolle mit einem Ernährungstagebuch über mehrere Tage auflösen.
Deshalb raten sämtliche Publikationen, auch alle Internetseiten, die sich seriös mit dem Thema "Gewichtsabnahme" beschäftigen, ihren Lesern dazu, ein Ernährungstagebuch zu führen. Denn nur durch ein gewissenhaft geführtes Ernährungstagebuch können wir die allzu menschlichen subjetive Wahhrnehmung mit Fakten abgleichen. Deshalb ist das Ernährungstagebuch oder auch Ernährungsprotokoll die zwingend notwendige Basis jeder Ernährungsberatung und der erfolgreichen Ernährungsumstellung!
Weiterhin fördert ein Ernährungstagebuch ganz banal das Bewusstsein für die tägliche Ernährung. Plötzlich bekommt jeder Bissen ein bisher unbekanntes Maß an Aufmerksamkeit und wird nicht mehr nebenbei verzehrt.
Je nach Vorlage lassen sich neben den Nährwerten ebenso Informationen über bestehende Ernährungsgewohnheiten auswerten. Dazu gehören Menge, Häufigkeit, Dauer sowie Anlässe und die Verträglichkeit.
Aufbauend auf den abgeleiteten Erkenntnissen können Empfehlungen ausgesprochen werden, die eben nicht nur das "WAS und WIE VIEL verzehrt wird" betreffen, sondern auch das "WIE?", "WARUM?" und
"Wie reagiert mein Körper?".
Testen Sie sich selbst!
Schauen Sie genau hin, womit Sie Ihren Körper versorgen. Hinterfragen Sie jedes Nahrungsmittel und jede Gewohnheit. Entdecken Sie Zusammenhänge. Diskutieren Sie darüber, damit Sie eigene fundierte Einsichten gewinnen, damit Ihre Ernährungseinstellung reifen kann und Sie genau die Dinge verändern lernen, die bei Ihnen zu Übergewicht führen!
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!
Bild oben: Ernährungstagebuch Mein TEP in Aktion
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